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RAKU
Die Objekte aus grobschnittigem Ton sind Reminiszenzen an Mythologien alter Kulturen.
So wie die doppelgesichtigen Totenvögel, die wie Pfeilspitzen angelegten Masken des Geisteshauses,
einfache, fast nur umrißhaft geformte Barken.
Die archaische Ausstrahlung entsteht durch die Raku-Technik.
Raku ist der Name für eine glasierte japanische Keramikart. In dieser Technik
wird Keramik bei 900 bis 1050 Grad Celsius in einem Gasofen gebrannt, mit Hilfe von
Zangen, noch rotglühend, aus dem Ofen genommen und in ein Sandbett gelegt.
Die dabei erforderliche sogenannte Reduktion erfolgt durch natürliche Materialien,
wie Blätter, Heu oder Sägespäne. Dabei entsteht zwar etwas Ungewisses, was zählt ist
jedoch nicht der Zufall, sondern der Blick auf den Zufall.
Die Objekte vermitteln den Eindruck, verbrannt zu sein, gealtert, vergraben, aus
einer vergangenen Epoche stammend.
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